Mountain dogs
Zuletzt aktualisiert: 10. Juni 2021

Der Hund: das beliebteste Haustier der Welt. Es gibt mittlerweile bereits zahlreiche Filme in denen Hunde die Hauptrolle einnehmen: Marley und ich, Susi und Strolch, 101 Dalmatiner. Nicht selten werden Hunde auch als “Freunde des Menschen” bezeichnet. Um genau diese Tiere geht es in diesem Artikel.

Spezifischer: Es geht um die Rasse der Berner Sennenhunde. Allgemeine Fakten, was zeichnet sie aus. Doch vor allem geht es um die Frage: Warum galt die Dringlichkeit nach der Gründung des Vereins Berner Sennenhunde in Not e. V. und was kannst du tun, um diesen Verein und die Tiere zu unterstützen?




Das Wichtigste in Kürze

  • Berner Sennenhunde zeichnen sich vor allem durch ihr liebenswertes und anhängliches Gemüt aus. Sie sind unheimlich treu, auch wenn ihr kräftiges Aussehen einschüchternd wirken kann.
  • Die Hunde sind deutlich häufiger als andere Rassen von  Erkrankungen der Nieren oder Lungen betroffen. Aufgrund dessen geben viele Privatpersonen die Hunde weg, oder setzen sie aus, da sie die finanzielle Bürde nicht tragen können.
  • Berner, wie auch andere Hunderassen, werden oft in grausamen Zuchtbetrieben gehalten. Vereine wie der BSiN e. V. werden gegründet, um die Hunde zu retten und aufzupäppeln.

Berner Sennenhund in Not: Was du wissen solltest

Hunde zählen zu den beliebtesten Haustieren in Deutschland und stehen weltweit sogar auf Platz 1. Berner Sennenhunde stammen aus der Schweiz und gehören zu den Hunderassen mit einer vergleichsweise niedrigen Lebenserwartung und hohen Krankheitsanfälligkeit. In Deutschland und angrenzenden Nachbarländern werden sie häufig in Massenzuchtbetrieben aufgezogen und dann verkauft.

In den folgenden Absätzen beantworten wir dir die am häufigsten gestellten Fragen rund um den gegründeten Verein BSiN e. V. und den Berner Sennenhund im Allgemeinen.

Wie sieht ein Berner Sennenhund aus?

Berner Sennenhunde zeichnen sich durch ihr dreifarbiges, schwarz-weiß-braun strahlend langes Fell aus. Die Verteilung des weißen Fells über Gesicht und Brustbereich ist so gut wie unverwechselbar.

Berner Sennenhund unterscheiden sich vor allem durch die dritte, schwarze Fellfarbe von den Bernhardinern. (Bildquelle: Pexels / Pixabay)

In ausgewachsenem Alter sind Berner Sennenhunde mittelgroß und somit zwischen 58 und 70 cm groß. Mit einem durchschnittlichen Gewicht von circa 40 – 50 kg sind sie relativ kräftige Tiere. Passend zu ihrem eleganten Aussehen bewegen sie sich sehr graziös und kraftvoll (1). Ihr Aussehen ähnelt dem der Bernhardiner, welche ebenfalls aus der Schweiz stammen.

Was ist das Besondere am Berner Sennenhund?

Auf der einen Seite zeichnen sich Berner Sennenhunde durch ihren fast zweigeteilten Charakter aus: sie sind sehr temperamentvoll und selbstbewusst, jedoch sehr zutraulich und treu. Die Hunde sind absolute Familientiere und gehen in der Umgebung ihrer Familie und Herrchen ganz und gar auf.

Auf der anderen Seite ist jedoch anzumerken, dass sie auf keinen Fall zu den Hunderassen gehören, welche man in einer Wohnung halten kann. Sie sind sehr sportlich und brauchen ihren Platz.

Ebenso wie diesen benötigen sie viel Aufmerksamkeit und Pflege, sind also nicht unbedingt für “Anfänger” geeignet. Des Weiteren sind sie überaus anfällig für Nieren- und Tumorerkrankungen (2, 3) und ihre Lebenserwartung liegt im Durchschnitt bei nur circa sieben Jahren.

Interessant ist, wie der Name der Rasse entstanden ist. Berner Sennenhunde waren fester Bestandteil des Lebens auf den Höfen der Schweizer Berge. Sie begleiteten ihre Herrchen überallhin, sei es auf die Alm, in die Stadt oder auf die Wiesen. Ihre Herrchen, die Hirten, nennt man auch Sennen, daher der Name Berner Sennenhunde.

Seit wann gibt es den Verein Berner Sennenhunde in Not?

Der Verein Berner Sennenhunde in Not wurde bereits 2006 gegründet (4). Anfangs als Plattform, auf welcher Tierheime und -schützer hilflose Hunde präsentieren konnten, um möglicherweise interessierte Personen zu erreichen.

Diese Plattform gelang schnell an Reichweite und es fanden sich viele Interessierte, aber auch viele Menschen, die sich aus verschiedensten Gründen von ihrem Berner trennen mussten.

Die Dringlichkeit einer zentralen Instanz zum Schutz und zur funktionierenden Vermittlung der Berner Sennenhunde wurde immer offensichtlicher und so entstand 2006 ein Verein aus der anfänglich 2005 gegründeten Plattform.

Warum gibt es den Verein BSiN e. V.?

Der Verein wurde gegründet um Abgabehunde, Notfälle und Streuner aufzunehmen und in Pflegefamilien auf das Leben im letztendlichen Zuhause vorzubereiten (4).

Die Tiere werden durchgecheckt und gesundheitlich versorgt. Damit den Hunden tatsächlich ein besseres Leben bevorsteht, werden alle möglichen Bewerber vorher ausführlichst geprüft.

Berner Sennenhunde sind bereits als Welpen relativ groß und wachsen sehr schnell. (Bildquelle: ArtTower / Pixabay)

Das ist jedoch nicht das einzige Ziel des Vereins: Sie möchten Personen in Deutschland und innereuropäischem Ausland über die allgemeine Situation der Berner Sennenhunde aufklären.

Gerade bei dieser Hunderasse gibt es in Deutschland und dem angrenzenden Ausland Massenzuchtbetriebe, in welchen die Tiere grausamen Zuständen ausgesetzt sind. Ohne die Hilfe dieses Vereins sind sie häufig ihrem verheerenden Schicksal ausgesetzt.

Wo ist der Verein Berner Sennenhunde in Not überall vertreten?

Der Verein BSiN e. V. ist nicht nur in Deutschland bekannt. Mittlerweile ist er auch in Nachbarländern vertreten und anderen Organisationen angehörig (5). Zum Nutzen der Übersichtlichkeit haben wir dir diese in einer Tabelle zusammengestellt.

Vertreten in: Mitgliedschaften:
Deutschland Deutscher Tierschutzbund
der Schweiz Landestierschutzverband NRW
den Niederlanden Tasso, ZERG-Portal, Tierheimhelden

Die Organisation gewinnt von Jahr zu Jahr mehr Mitglieder und ist in stetigem Wachstum. Diese Tabelle wird sich somit in den kommenden Jahren ebenso vergrößern werden.

Wie kann ich BSiN e. V. unterstützen?

Es ist auf verschiedene Weisen möglich den Verein Berner Sennenhunde in Not zu unterstützen. Hierzu zählen nicht ausschließlich die klassischen Arten wie Geldspenden (6). Damit du einen leichteren Überblick hast, haben wir diese aufgelistet.

Die Art deiner Unterstützung kann vollkommen auf deine verfügbaren Mittel zugeschnitten werden.

Geldspenden: Du kannst eine einmalige Geldspende abgeben. Hierbei kannst du dir sogar genau aussuchen für welchen speziellen Zweck du spenden möchtest. Unter anderem ist es beispielsweise möglich die Tierarztkasse aufzubessern oder Notfälle aus den Massenzuchtbetrieben zu unterstützen.

Sachspenden: Du kannst Futter, Spielzeug, Geschirr und alles an Zubehör spenden. Egal wie groß oder klein die Spende ist, alles wird Verwendung finden. Auch elektronische Geräte wie Schermaschinen können gebraucht werden.

  • Fördererklärung: Mit einer Fördererklärung verpflichtest du dich dazu, monatlich Kleinbeträge zu spenden, durch welche die ehrenamtliche Arbeit des Vereins überhaupt ermöglicht werden kann.
  • Partnerschaften: Bei einer Partnerschaft handelt es sich um eine einmalige Zahlung, mit welcher du an keine Verpflichtungen gebunden bist. Dir ist die Entscheidungsfreiheit gegeben, ob du die Partnerschaft eines bestimmten Hundes möchtest, oder diese für einen Hund, der es gerade am dringendsten benötigt. Du unterstützt hiermit zum Beispiel notwendige Operationen des Tieres.
  • Pflegefamilie: Hunde die bereits erfolgreich gerettet und gesundheitlich durchgecheckt und gepflegt wurden, werden in Pflegefamilien untergebracht. Sie sollen sich in diesem Umfeld an das Zusammenleben mit Menschen gewöhnen, bevor sie dann letztendlich adoptiert werden.

Es gibt offenkundig viele unterschiedliche Möglichkeiten diesen Verein zu unterstützen und, genau wie bei jeder anderen Spende, kann bereits ein kleiner Betrag viel bewirken.

Wo kann ich einen Berner Sennenhund in Not adoptieren?

Auf der Internetseite des Vereins BSiN e.V. kannst du ganz leicht einen Blick auf alle zur Zeit aufgenommenen Hunde, unterteilt in Hündinnen und Rüden, werfen. Sie werden ausführlich vorgestellt und man kann nachlesen, wo sie sich zurzeit befinden (7, 8).

Am sichersten ist es tatsächlich, einen Berner Sennenhund in Not über die offizielle Website zu adoptieren, da du so auch wirklich sicher gehen kannst, dass es dem Hund gut geht und sich um ihn gekümmert wurde. Alternativ ist es natürlich auch möglich Berner Sennenhunde aus einem Tierheim oder von Privatpersonen zu adoptieren.

Fazit

Viele Tierarten werden in Massenzuchtbetrieben geboren und gehalten. Diese Betriebe kümmern sich in den seltensten Fällen um das Wohlergehen der Tiere und meist nur um den eigenen Profit. Tierschutzvereine wie der BSiN e. V. werden gegründet, um diesen Tieren eine zweite Chance zu geben und ihnen ein besseres Leben zu ermöglichen.

Es ist möglich diesen Verein auf verschiedenste Weisen zu unterstützen und somit auch mit kleinem Aufwand einen großen Beitrag zu leisten. Jede Hilfe zählt.

Bildquelle: Andrew Sirenko /123rf

Einzelnachweise (8)

1. Fressnapf.de: Berner Sennenhund – liebevoller Schmusehund im Großformat
Quelle

2. Hauk, K., Eichenberger, S. & Gerber, B. (2007). Häufige Nierenerkrankung beim Berner Sennenhund. Wissenschaftliche Beilage der Albert-Heim-Stiftung, 11, 1–4.
Quelle

3. Coenen, C. (2010). Untersuchungen zur Häufigkeit und klinischem Erscheinungsbild des histiozytären Sarkoms beim Berner Sennenhund unter besonderer Berücksichtigung zytologischer Knochenmakrsanalysen. www.doktorverlag.de.
Quelle

4. Berner-Sennenhunde-In-Not.de: der Verein
Quelle

5. Berner-Sennenhunde-In-Not.de: Links
Quelle

6. Berner-Sennenhunde-In-Not.de - Unterstützung
Quelle

7. Berner-Sennenhunde-In-Not.de: Berner Mädels
Quelle

8. Berner-Sennenhunde-In-Not.de: Berner Jungs
Quelle

Warum kannst du mir vertrauen?

Berner Sennenhund – liebevoller Schmusehund im Großformat
Fressnapf.de: Berner Sennenhund – liebevoller Schmusehund im Großformat
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Wissenschaftliche Studie
Hauk, K., Eichenberger, S. & Gerber, B. (2007). Häufige Nierenerkrankung beim Berner Sennenhund. Wissenschaftliche Beilage der Albert-Heim-Stiftung, 11, 1–4.
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Wissenschaftlicher Dissertation
Coenen, C. (2010). Untersuchungen zur Häufigkeit und klinischem Erscheinungsbild des histiozytären Sarkoms beim Berner Sennenhund unter besonderer Berücksichtigung zytologischer Knochenmakrsanalysen. www.doktorverlag.de.
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Berner Sennenhunde in Not - der Verein
Berner-Sennenhunde-In-Not.de: der Verein
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Berner Sennenhunde in Not - Links
Berner-Sennenhunde-In-Not.de: Links
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Berner Sennenhunde in Not - Unterstützung
Berner-Sennenhunde-In-Not.de - Unterstützung
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Berner Sennenhunde in Not - Berner Mädels
Berner-Sennenhunde-In-Not.de: Berner Mädels
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Berner Sennenhunde in Not - Berner Jungs
Berner-Sennenhunde-In-Not.de: Berner Jungs
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