Willkommen bei unserem großen Brutmaschine Test 2019. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Brutmaschinen. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, die für dich beste Brutmaschine zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir eine Brutmaschine kaufen möchtest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Brutmaschinen werden immer wichtiger, da eine starke Überzüchtung der Hennen dazu geführt hat, dass ihr Bruttrieb immer weiter abnimmt.
  • Es gibt zwei grundlegende Ausführungen einer Brutmaschine: den Flächenbrüter und den Motorbrüter.
  • Die wichtigsten Parameter bei der Kunstbrut sind die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit und der Wenderhythmus.

Brutmaschine Test: Das Ranking

Platz 1: ZJacho (TM) 24 Eier Hühner Inkubator Automatische Turner Geflügel Reptile Hatcher

Der Inkubator von ZJacho ist sehr einfach zu bedienen, wodurch er sich gut für Anfänger eignet. Er ist robust verarbeitet und unkompliziert zu waschen und zu desinfizieren. Er ist für verschiedenste Eier geeignet und verspricht eine gute Schlupfrate.

Platz 2: RCOM King Suro Brutmaschine 20 MAX Mod. 2018

Die Brutmaschine überzeugt durch ihre Unkompliziertheit. Sie ist leicht zu bedienen, schnell zu reinigen, und benötigt wenig Platz. Durch die stabile Temperatur und Luftfeuchte ist sie sehr zuverlässig und somit auch für Anfänger eine gute Wahl.

Platz 3: TRADEX Brutmaschine, vollautomatisch

Die Brutmaschine bietet eine einfache Bedienung und eine gute Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Für die vollautomatischen Maschine gibt es verschiedene Einsätze, wodurch sich auch verschiedene Arten problemlos gleichzeitig brüten lassen.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du eine Brutmaschine kaufst

Wofür brauche ich eine Brutmaschine?

Eine Brutmaschine dient zum Ausbrüten von Eiern verschiedenster Arten. Am häufigsten wird sie zur Brut von Hühnereiern verwendet. Es gibt aber auch Apparate, die die Brut von anderen Geflügel- oder von Reptilien-Eiern ermöglichen.

Die Brutmaschine wird immer häufiger verwendet, da viele Hennen einen sehr schwachen Trieb für das Bruten besitzen.

Eine starke Überzüchtung der Hennen hat dazu geführt, dass der Trieb für das Brüten bei den meisten Tieren kaum noch vorhanden ist.

Aus diesem Grund kommt die Brutmaschine immer häufiger zum Einsatz. Die sogenannte Kunstbrut mittels eines Inkubators bringt auch einige Vorteile mit sich:

  • Bei der Kunstbrut kann man eine sehr hohe Schlupfrate erzielen
  • Die Anzahl der zu brütenden Eier und somit der potentiell schlüpfenden Küken lässt sich im Voraus planen
  • Der Zeitpunkt des Schlupfes kann bewusst geplant werden
Geflügelküken am Boden

Zum Brüten von Küken werden immer häufiger Brutmaschinen eingesetzt, da Hennen durch eine Überzüchtung ihren Bruttrieb verlieren. Mit Hilfe eines Brutapparates kann die Kükenzucht effizient gestaltet werden. (Foto: Jason Leung / unsplash.com)

In welcher Größe sollte ich eine Brutmaschine kaufen?

Wie bereits erwähnt, lässt sich die Anzahl der zu brütenden Eier bei einer Kunstbrut individuell anpassen. Somit kann man die Größe der Brutmaschine auf die eigenen Bedürfnisse anpassen.

Man sollte hierbei beachten, wie viele Eier man gleichzeitig ausbrüten möchte und wie häufig man die Möglichkeit der Kunstbrut nutzen möchte.

Für Hobbyzüchter, die lediglich in großen Abständen kleinere Mengen ausbrüten wollen, reicht ein kleiner Apparat vollkommen aus.

Für Leute, die gerne kontinuierlich züchten möchten, empfiehlt es sich über einen Brutschrank mit größerem Fassungsvermögen nachzudenken, mit welchem man die Anzahl der Küken erhöhen kann.

Was kostet eine Brutmaschine?

Die Kosten einer Brutmaschine hängen stark von zwei Faktoren ab:

  • Größe des Geräts
  • Ausstattung der Brutmaschine

Flächenbrüter sind kleinere Maschinen mit einem Fassungsvermögen von meistens um die 30-50 Hühnereier. Diese Geräte werden überwiegend in der Hobbyzucht verwendet, da sie neben des kleinen Fassungsvermögens auch nur über eine geringe technische Ausstattung verfügen.

Somit sind sie wesentlich günstiger zu erhalten, als Motorbrüter, welche über ein hohes Fassungsvermögen von 60-100 Eiern und eine hochwertige technische Ausstattung verfügen.

Typ Preisspanne
Flächenbrüter 50 – 120 €
Motorbrüter 200 – 1500 €

Wo kann ich eine Brutmaschine kaufen?

Brutmaschinen kann man im Fachhandel oder im Internet kaufen. Der Kauf im Fachhandel bietet den großen Vorteil einer persönlichen Beratung. Im Internet gibt es dahingegen meist eine große Vielfalt an Marken und Produkt-Ausführungen zu oftmals niedrigeren Preisen.

Die bekanntesten Hersteller für Brutmaschinen sind aktuell:

  • Bruja
  • Heka
  • Hemel

Im Internet werden die meisten Inkubatoren derzeit über folgende Shops gekauft:

  • amazon.de
  • ebay.de

Kann ich eine Brutmaschine auch selber bauen?

Wenn du dir die Anschaffungskosten für eine Brutmaschine sparen möchtest, kannst du dir mit handwerklichem Geschick und grundlegenden Kenntnissen über die Kunstbrut auch selber einen Brutapparat bauen.

Wenn du dich dazu entscheidest eine Brutmaschine selber zu bauen hast du die Möglichkeit einen Apparat ganz nach deinen Vorstellungen und Ansprüchen zu entwickeln.

Es ist allerdings zu beachten, dass die grundlegenden Parameter der Temperatur, der Luftfeuchtigkeit, der Sauerstoffzufuhr und des Wendemanövers umzusetzen sind.

Um sicher zu stellen, dass der Inkubator diesen Ansprüchen genügt, gibt es online viele Selbstbauanleitungen, die einem den Eigenbau erleichtern.

Wie lange dauert das Ausbrüten der Eier?

Die Dauer des Brutvorgangs hängt immer von der Art der Eier ab. Bei Hühnereiern, welche am häufigsten gebrütet werden, dauert die Brut normalerweise um die 20 Tage.

Nach den ersten 5-7 Tagen kann mittels einer Lichtprobe getestet werden, ob sich die Eier wunschgemäß entwickeln.

Dies ist der Fall, wenn sich im Inneren des Eis kleine Äderchen entwickelt haben. Wenn dieser Stand nach dem angegeben Zeitraum eingetroffen ist, sollten die Eier schnellst möglich in den Brutapparat zurück gelegt werden, damit die Entwicklung nicht gestört wird. Nach circa 20 Tagen beginnen dann die Küken zu schlüpfen.

Zeitraum Status
5 – 7 Tage Lichtprobe
20 – 22 Tage Schlüpfen der Küken
Mehr als 23 Tage Entsorgen der Eier

Diese Werte sind allerdings nur Richtwerte und können von dem tatsächlich gegebenem Zeitrahmen ein wenig abweichen.

Kann ich die Brutmaschine nur für Hühnereier verwenden?

Brutmaschinen werden in den meisten Fällen für das Ausbrüten von Hühnereiern verwendet. Es besteht aber auch die Möglichkeit andere Eier zu brüten.

Manche Geräte sind bereits auf das Ausbrüten verschiedenster Eier ausgerichtet. In der jeweiligen Produktbeschreibung des Inkubators findet man jeweils die Eier-Arten, für die das Gerät verwendet werden kann.

Viele Hersteller bieten auch die Möglichkeit für die Brutapparate, vor allem für die großen Brutschränke, spezielle Einsätze zu kaufen, mit denen man Eier in den verschiedensten Größen ausbrüten kann.

Neben den Einsätzen in verschiedenen Größen benötigt man für die Kunstbrut anderer Eier aber auch häufig andere Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten.

Typ Dauer Temperatur Luftfeuchtigkeit
Hühnereier 21 Tage 38,3°C 60 – 80 %
Enteneier 28 Tage 37,5°C 55 – 80 %
Taubeneier 18 Tage 38,3°C 65 – 80 %
Wachteleier 18 Tage 37,6°C 50 – 65 %

Entscheidung: Welche Arten von Brutmaschinen gibt es und welche ist die richtige für dich?

Wenn du eine Brutmaschine kaufen möchtest, gibt es zwei grundlegende Arten, zwischen denen du wählen kannst:

  • Flächenbrüter
  • Motorbrüter

Die verschiedenen Modelle bringen unterschiedliche Vor- und Nachteile mit sich.

Je nachdem, welche Anforderungen du an die Brutmaschine hast und wie du sie einsetzen möchtest, empfiehlt sich eine andere Art für dich. Durch den folgenden Abschnitt möchten wir dir die Entscheidung erleichtern.

Was zeichnet einen Flächenbrüter aus und was sind seine Vorteile und Nachteile?

Beim Flächenbrüter liegen die Eier nebeneinander. Die Temperatur wird über Heizdrähte generiert. Dadurch ist die Temperatur lediglich im mittleren Bereich des Gerätes konstant. Da die Eier aber gleichmäßige Wärme brauchen, muss man sie mehrmals täglich manuell wenden und umlegen.

Vorteile
  • Günstig
  • Platzsparend
  • Leichte Bedienung des Geräts
Nachteile
  • Zeitaufwendig
  • Geringere Schlupfrate
  • Großes Vorwissen über Kunstbrut benötigt

Eine weitere Schwierigkeit stellt der Sauerstoffgehalt dar. Da die Luft in einem Flächenbrüter nicht umgewälzt wird, entsteht eine sauerstoffarme Schicht um die Eier, welche in den letzten Tagen der Brut für die Küken nicht mehr ausreichend sein kann.

Da die Parameter manuell gewährleistet werden müssen, ist die Bedienung des Geräts an sich zwar sehr unkompliziert, es ist allerdings ein großes Vorwissen über Kunstbrut notwendig, welches aufwendig umgesetzt werden muss.

Flächenbrüter sind sehr günstig zu erwerben und meist platzsparend, da sie für relativ geringe Mengen ausgelegt sind.

Aufgrund der ungleichmäßigen Temperatur und vor allem des zu geringen Sauerstoffs muss man bei den Geräten mit einer geringeren Schlupfrate rechnen.

Was zeichnet einen Motorbrüter aus und was sind seine Vorteile und Nachteile?

Ein Motorbrüter ist zwar in der Anschaffung wesentlich teurer, dafür verfügt er auch über mehr Funktionen.

Bei Motorbrütern wird die Luft über einen Ventilator gleichmäßig verteilt, wodurch die Temperatur und die Sauerstoffverteilung im ganzen Gerät konstant ist.

Auch das Wenden der Eier fällt weg, da sie auf Horden liegen, welche sich in regelmäßigen Abständen vor- oder zurück schieben.

Vorteile
  • (Voll-)automatisch
  • Hohe Schlupfrate
  • Hohe Kapazität
  • Umfangreiches Zubehör
Nachteile
  • Teuer:Sperrig
  • Kompliziertere Installation

Da Motorbrüter in sehr großen Ausführungen vorhanden sind, haben sie eine viel höhere Kapazität, welche durch umfangreiches Zubehör auch auf verschiedene Eier-Arten ausgeweitet werden kann.

Die Installation von Motorbrütern kann etwas schwieriger ausfallen, doch die technisierten Brutmaschinen erzielen auch eine nahezu hundertprozentige Schlupfrate.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Brutmaschinen vergleichen und bewerten

Nachfolgend werden wir dir zeigen, anhand welcher Aspekte du dich zwischen den unterschiedlichen Brutmaschinen entscheiden kannst.

Die Kriterien, mit deren Hilfe du die Brutmaschinen miteinander vergleichen kannst, umfassen:

  • Kapazität
  • Art der Eier
  • Temperaturregelung
  • Feuchtigkeitsregelung
  • Wenderhythmus

Kapazität

Bevor du dir eine Brutmaschine kaufst, solltest du dir im Klaren darüber sein, für welche Zwecke du sie nutzen möchtest.

Inkubatoren gibt es in den verschiedensten Größenabstufungen. Allgemein lässt sich sagen: je größer die Brutmaschine, desto teurer ist sie auch.

Mit großen Inkubatoren kannst du aber natürlich eine schnellere Zucht erzielen, da du viele Eier gleichzeitig ausbrüten kannst. Deshalb solltest du die Kapazität der Brutmaschine auf die Anzahl der Eier ausrichten, die du gerne ausbrüten möchtest.

Wenn du nur unregelmäßig Gebrauch von dem Inkubator machen möchtest, kann es auch sinnvoll sein, eine Maschine mit geringerer Kapazität zu kaufen, welche du dann einfach mehrfach hintereinander benutzt.

Zwei Nester, Stilleben

Mit Brutmaschinen hat man die Möglichkeit verschiedene Eier auszubrüten. Man sollte beim Kauf jedoch darauf achten, dass der Inkubator für die gewünschte Eier-Art kompatibel ist. (Foto: Kate Remmer / unsplash.com)

Art der Eier

Des Weiteren solltest du dir überlegen, welche Eier du gerne ausbrüten möchtest.

Möchtest du neben Hühnereiern auch noch andere Eier-Arten, wie beispielsweise Wacht-Eier ausbrüten? Oder möchtest du den Inkubator sogar ausschließlich für andere Eier, vielleicht auch Reptilien-Eier verwenden?

Dann solltest du beim Kauf darauf achten, für welche Eier der Brutapparat geeignet ist. Viele Maschinen sind zwar multifunktional ausgerichtet, es gibt aber auch Inkubatoren, die lediglich für eine Art geeignet sind, oder für die man Zusatz-Zubehör benötigt um andere Eier ausbrüten zu können.

Temperaturregelung

Wie bereits im Entscheidungsteil erläutert, ist die Temperaturregelung der Brutmaschinen von hoher Bedeutung. Hierbei sollte man vor allem darauf achten, dass die Temperatur konstant gehalten und gleichmäßig in der Maschine verteilt wird.

Dies ist vor allem bei Motorbrütern der Fall, bei denen die Luft mittels eines Ventilators verteilt wird. Aber bei den Flächenbrütern gibt es hier auch erhebliche Unterschiede, über die man sich im einzelnen vorab informieren sollte.

Feuchtigkeitsregelung

Neben der Temperaturregelung ist die Luftfeuchtigkeit ein wichtiger Parameter bei der Kunstbrut. Zur erfolgreichen Brut sollte dieses stets eingehalten werden.

Zu diesem Zweck gibt es viele Brutmaschinen, welche über eine digitale Anzeige verfügen, auf der man die Luftfeuchtigkeit ablesen kann. Somit kann man die Feuchtigkeit im Gerät problemlos überprüfen und bei Bedarf einfach anpassen.

Wenderhythmus

Da die Eier in regelmäßigen Abständen gewendet werden müssen – auch Nachts – empfiehlt es sich, wenn man nicht die Zeit oder den Elan dafür besitzt, dies manuell zu tun, auf eine automatische Wendefunktion zu achten.

Diese bringt den zusätzlichen Vorteil mit sich, dass der Apparat zum Wenden der Eier nicht geöffnet werden muss und somit die Temperatur stabil bleibt.

Kleine Herde Küken

Da den Küken bei einer Kunstbrut nach dem Schlüpfen die natürliche Wärme der Mutter fehlt, sollte man ihnen eine Wärmequelle, wie beispielsweise eine Wärmeplatte, zur Verfügung stellen. (Foto: Roksolana Zasiadko / unsplash.com)

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Brutmaschine

Aufzucht nach dem Brüten

Wenn die Kunstbrut geglückt ist und die Küken geschlüpft sind ist es vor allem wichtig, ihnen eine Wärmequelle zu bieten.

Da die Küken keine Mutter haben, welche sie wärmt, muss ihnen anderweitig eine Wärmequelle zur Verfügung gestellt werden. Hierzu eignen sich vor allem Wärmeplatten, welche die Küken zusätzlich vor Zugluft schützen.

Mit dieser kann man die Temperatur von circa 32°C beginnend immer weiter herunter fahren, bis die Küken mit circa sechs Wochen mit der Raumtemperatur zurecht kommen.

Die Fütterung unterscheidet sich nicht von der bei einer Naturbrut, da den Küken das Picken angeboren ist.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.hoftechnik.com/testberichte/brutmaschine/

[2] https://www.brutmaschine.info/

[3] https://www.huehner-hof.com/haltung/kunstbrut/die-brutmaschine-motorbrueter-oder-flaechenbrueter/

[4] http://www.huehner-info.de/infos/brueten_brutmaschine.htm

[5] https://www.huehner-haltung.de/kueken-und-brut/kuekenaufzucht/

[6] https://www.huehner-haltung.de/kueken-und-brut/kunstbrut/brutschrank/eigenbau/

Bildquelle: Pixabay / pexels.com

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