Willkommen bei unserem großen Dressursattel Test 2019. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Dressursättel. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, den für dich besten Dressursattel zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir einen Dressursattel kaufen möchtest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Dressursättel sind speziell auf das Dressurreiten ausgerichtet. Durch das lange, gerade Sattelblatt sitzt du tief und aufrecht auf dem Pferd und hast ein langes, gestrecktes Bein.
  • Bei Dressursätteln hast du die Wahl zwischen einem Sattel mit einem tiefen oder flachen Sitz. Je nach Präferenz und Bedürfnis ist einer davon besser für dich geeignet.
  • Dressursättel werden in verschiedenen Sitzgrößen und mit unterschiedlichen Kammerweiten angeboten. Es ist sehr wichtig, dass der Dressursattel sowohl dir wie auch deinem Pferd gut passt.

Dressursattel Test: Das Ranking

Platz 1: Waldhausen Wembley Dressursattel

Der Waldhausen Wembley Dressursattel bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Er besteht laut dem Hersteller aus synthetischem Material. Dies macht in sehr pflegeleicht.

Der Sattel wird in der Größe 17,5″ und in der Farbe schwarz angeboten. Dank dem austauschbaren Kopfeisen lässt sich der Sattel leicht anpassen.

Die Kunden schätzen an dem Sattel die gute Verarbeitung, den angenehmen Sitz und das leichte Gewicht.

Platz 2: Dressursattel New Lord

Der New Lord Dressursattel zeichnet sich durch einen tiefen Sitz, Keilkissen und gepolsterte Kniepauschen aus. Laut dem Hersteller hat der Sattel einen gut schwingenden Holzbaum, welcher mit einem Kopfeisen verstärkt ist.

Der Sattel wird in den Größen 16,5 und 17,5 Zoll und in der Kammerweite 2 angeboten. Die Kunden bezeichnen den Sattel als von hoher Qualität und als sehr preiswert. Laut Kunden ist er auch für Pferde mit einem hohen Widerrist geeignet.

Platz 3: Waldhausen Top Dressursattel

Der Waldhausen Top Dressursattel besteht laut dem Hersteller aus Vollleder. Die Pauschen und die Sitzfläche sind aus weichem Softleder, während die Sattelblätter aus strapazierfähigem Rindsleder bestehen.

Der Sattel wird in der Größe 17,5 Zoll angeboten. Das Kopfeisen ist austauschbar, damit lässt sich der Sattel leicht anpassen. Der Sattel wird für sein leichtes Gewicht, die einfache Anpassung und die gute Qualität geschätzt.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Dressursattel kaufst.

Für was eignet sich ein Dressursattel?

Ein Dressursattel eignet sich, wie der Name schon sagt, vor allem für das Dressurreiten. Für Reiter, die sich auf Dressur fokussieren und auch auf Turniere gehen möchten, ist ein Dressursattel die beste Wahl.

Der Dressursattel fördert den tiefen Sitz mit langem, gestrecktem Bein. Der Reiter sitzt dabei sehr nahe am Pferd und kann dadurch sehr differenzierte Hilfen mit dem Bein, Kreuz und Gewicht geben.

Ein Dressursattel ist für das Dressurreiten gedacht, da durch die Form des Sattels der Reiter eine perfekte Haltung für die Einwirkung auf das Pferd einnehmen kann. (Bildquelle: 123rf.com / 44084238)

Mit einem Dressursattel wird dem Reiter einen aufrechten und kontrollierten Sitz mit guter und differenzierter Einwirkung ermöglicht. Aufgrund dieser Eigenschaften ist er besonders für die Dressur geeignet.

Für Reitanfänger eignet sich ein Dressursattel eher weniger, da er nicht so einen guten Halt gibt und der tiefe Sitz einen Anfänger aus dem Gleichgewicht bringen und verunsichern kann.

Ein Dressursattel ist auch nur bedingt zum Springen geeignet. Da er auf einen tiefen Sitz mit langem Bein ausgerichtet ist, lässt es sich nur schwer in den leichten Sitz wechseln, welcher der Reiter über einem Sprung einnimmt.

Ein kleiner Sprung zwischendurch geht aber auch mit einem Dressursattel. Willst du etwas regelmässiger Springen oder auch mal einige höhere Sprünge nehmen, greifst du besser zu einem Vielseitigkeits- oder Springsattel.

Mit einem Dressursattel kannst du auch ausreiten. Der tiefe Sitz wird von vielen Reitern als sehr angenehm empfunden und ist auch für längere Ausritte bequem. Allerdings hast du in diesem Sattel etwas weniger Halt, falls das Pferd mal buckelt oder einen Satz nimmt.

Beachte, dass du mit einem Dressursattel längere Steigbügel hast, die du aufgrund der Form des Sattelblatts nur bedingt kürzer machen kannst.

Dadurch ist es etwas mühsamer und schwieriger in den leichten Sitz zu gehen, falls du ein Hindernis nehmen willst oder dein Pferd beim bergauf reiten entlasten möchtest.

Schlussendlich ist vor allem wichtig, dass du und dein Pferd sich mit deinem Dressursattel wohl fühlen und du einen guten, bequemen Sitz darin hast. Wenn es für dich stimmt kannst du deinen Dressursattel zum Ausreiten brauchen.

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Springsattel sitzt, Dressursattel ist verkauft ☝🏼😂 Ich musste mich erstmal um einen neuen Sattelgurt kümmern 🙈Pilgrims alter Gurt war natürlich vieeel zu lang und den Stollengurt den ich mal gekauft hatte zu kurz! 🤔 Ich werde den Stollengurt erst einmal behalten, vielleicht nimmt die Motte ja wieder etwas ab 😁 Ich finde den Stollengurt so schön, ich hoffe er passt irgendwann wieder 🙊 Sättel fühlen sich ja auf jedem Pferd doch unterschiedlich an … das habe ich auch bei dem Springsattel gemerkt! Eine kurze Eingewöhnungsphase war schon nötig 😂 Mila und Pilgrim sind vom Typ her gar nicht so unterschiedlich, aber mein Sitzgefühl im Sattel ist auf Mila selbstverständlich anders. Ich bin heute nochmal beim Dreh und dann muss ich mich um Wochenendvertretungen für die Pferde kümmern 😂🙈 Es geht nämlich nach Holland mit Freunden 😁 Wart ihr schon im Urlaub? ☺️ #pferdeblog #pferdeblogger #dressurpferd #springpferd #dressursattel #neuersattel #dressurpferdgoesspringpferd

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Was zeichnet einen Dressursattel aus?

Ein Dressursattel hat ein langes, gerade geschnittenes Sattelblatt und langgezogene Pauschen. Dies ermöglicht einen aufrechten, tiefen Sitz und ein langes, gestrecktes Bein.

Durch die kleinere Auflagefläche und vertiefte Sitzfläche sitzt der Reiter sehr nahe am Pferderücken.

Ein Dressursattel hat zudem keine Wadenpauschen, sondern nur Kniepauschen. Diese fördern die optimale Sitzposition des Reiters.

Wie sitzt ein Dressursattel richtig?

Der richtige Sitz und eine gute Passform ist extrem wichtig bei einem Sattel. Passt der Sattel dem Pferd nicht, kann dies Druckstellen, Schmerzen und Verspannungen beim Pferd verursachen.

Am besten holt man sich zu der Beurteilung der Passform einen Sattler zu Hilfe. Dieser kann den Sattel in der Regel falls nötig auch noch anpassen.

Trotzdem gibt es einige Faktoren, die du selbst prüfen kannst, um zu schauen ob der Sattel einigermassen passt oder nicht.

Damit der Sattel dem Pferd nicht reibt und dies losgelaßen laufen kann, muß der Sattel dem Pferd angepaßt werden. (Bildquelle: 123rf.com / 28236478)

Der erste Punkt umfasst die Widerristfreiheit. Der Widerrist des Pferdes ist sehr empfindlich, daher darf der Sattel hier nicht direkt aufliegen und drücken. Zwischen dem Sattel und dem Widerrist sollten vier Finger Platz haben, seitlich mindestens zwei bis drei Finger.

Der Sattel sollte auch an keiner Stelle auf der Wirbelsäule liegen. Du kannst dies überprüfen, indem du von vorne durch die Lücke zwischen dem Sattel und dem Widerrist schaust.

Überall sollten mindestens zwei Fingerbreit Platz haben. Für die meisten Pferde sollte der Wirbelkanal zudem ungefähr vier Finger breit sein.

Der nächste Punkt ist die Kammerweite. Diese legt fest, wie breit ein Sattel ist. Der Sattel sollte stabil auf dem Pferd liegen, aber immer noch genug Platz für Widerrist und die Bewegung der Schulterblätter lassen.

Um dies zu testen, kannst du das Vorderbein deines Pferdes hochheben und nach vorne bewegen. Der Sattel darf dabei nicht nach hinten rutschen und er sollte die Bewegung des Schulterblatts nicht behindern.

Die Länge des Sattels muss auch zu dem Pferd passen. Der Sattel sollte hinter dem Schulterblatt liegen, und hinten sollte er nicht über die letzte Rippe kommen.

Ein Sattel muss auch mit dem Schwerpunkt des Pferdes übereinstimmen. Dazu sollte der tiefste Punkt in der Mitte des Sattels liegen. Der Sattel sollte auch gerade auf dem Pferd liegen und darf nicht schief sein.

Damit du dir das noch etwas besser vorstellen kannst, haben wir ein passendes Video für dich herausgesucht. Hier wird dir nochmals aufgezeigt, auf was du achten musst, um die Passform eines Sattels zu prüfen.

Was kostet ein Dressursattel?

Dressursättel können von mehreren hundert Euros bis zu mehreren tausend Euros kosten, je nach Preiskategorie. Der Preis hängt unter anderem vom Material, der Qualität und dem Alter des Sattels ab.

Zudem können Dressursättel auch gebraucht gekauft werden, was in der Regel billiger ist.

Beim Sattelkauf sollte man daran denken, dass ein guter Sattel sehr lange halten kann. Zudem ist es sehr wichtig, dass der Sattel für das Pferd und den Reiter gut passt, da das Pferd sonst gesundheitliche Schäden davontragen kann. Daher sollte der Preis nicht das wichtigste Kriterium beim Kauf sein.

Wo kann ich einen Dressursattel kaufen?

Dressursättel kannst du in Reitsportgeschäften oder bei einem Sattler kaufen. Dort kannst du dich beraten lassen und dir wird geholfen, einen für dich und dein Pferd gut passenden Sattel zu finden.

Es gibt auch zahlreiche Onlineshops, welche Sättel verkaufen. Beachte aber, dass du dort in der Regel den Sattel nicht probieren kannst und dich nicht durch einen Experten beraten lassen kannst.

In folgenden Onlineshops werden Dressursättel angeboten:

  • loesdau.de
  • amazon.de
  • kraemer.de

Die Dressursättel, die wir dir auf unserer Seite vorstellen sind mit einem Link zum Shop versehen. Wenn du einen Dressursattel siehst, der dir gefällt, kannst du gleich zuschlagen.

Welche Alternativen gibt es zu einem Dressursattel?

Wenn du einen Sattel für die Dressur suchst, gibt es als Alternative zu einem Dressursattel hauptsächlich den Vielseitigkeitssattel mit Schwerpunkt Dressur.

Wie der Name schon sagt ist der Vielseitigkeitssattel vielseitig einsetzbar. Er ist eine Mischform zwischen einem Dressur- und Springsattel, und eignet sich dadurch sowohl zum Springen wie auch für die Dressur.

Dank dem bequemen Sitz sind Vielseitigkeitssättel auch sehr beliebt zum Ausreiten.

Für die Dressur gibt es Vielseitigkeitssättel mit dem Schwerpunkt Dressur. Sie haben kleinere Pauschen und ein etwas längeres und gerades Sattelblatt, wodurch sie sich auch zum Dressurreiten eignen.

Möchtest du deinen Sattel zwischendurch auch für längere Ausritte brauchen oder auch mal einen Sprung damit nehmen, empfiehlt sich ein Vielseitigkeitssattel mit Schwerpunkt Dressur.

Wenn du aber deinen Fokus auf die Dressur legen willst und auch auf Turniere gehen möchtest, nimmst du besser einen Dressursattel.

Manche Reiter haben auch einen zweiten Sattel, so dass sie einen Sattel zum Springen und Ausreiten und einen für die Dressur haben.

Entscheidung: Welche Arten von Dressursätteln gibt es und welcher ist der richtige für dich?

Wenn du dir einen Dressursattel zulegen möchtest, gibt es verschiedene Typen, zwischen denen du dich entscheiden kannst:

  • Dressursattel mit tiefem Sitz
  • Dressursattel mit flachem Sitz

Je nachdem, was du bevorzugst, eignet sich eine andere Art für dich. Durch den folgenden Abschnitt möchten wir dir die Entscheidung erleichtern, und dir eine Übersicht über die verschiedenen Modelle geben.

Typ Merkmale Eigenschaften
Tiefsitzer Hinten und vorne höher aufgepolstert, hoher Hinterzwiesel Tiefer, ruhiger und sicherer Sitz, viel Halt
Flachsitzer Sitzfläche vorne und hinten flach geschnitten, tieferer Hinterzwiesel Viel Bewegungsfreiheit, kann Sitz leicht anpassen

Was zeichnet einen Dressursattel mit tiefem Sitz aus und was sind seine Vorteile und Nachteile?

Bei einem Dressursattel mit tiefem Sitz ist der Sattel vorne und hinten etwas höher aufgepolstert.

Dadurch wird ein tiefer Sitz erreicht, der Reiter wird regelrecht eingebettet. Man sitzt sehr sicher und ruhig und hat viel Halt. Zudem sitzt der Reiter gefühlt näher am Pferd.

Vorteile
  • Tiefer, ruhiger Sitz
  • Viel Halt
  • Sitzt nahe am Pferd
Nachteile
  • Statischer Sitz
  • Bewegungsfreiheit eingeschränkt
  • Hilfengebung erschwert

Allerdings ist der Sitz durch die tiefe Sitzfläche eher statisch. Der Reiter wird in die vom Sattel vorgegebene Position gebracht, was das Becken einrahmt und die Bewegungsfreiheit einschränkt.

Dies kann die Hilfengebung des Reiters erschweren, da beim Reiten ein bewegliches Becken sehr wichtig ist.

Was zeichnet einen Dressursattel mit flachem Sitz aus und was sind seine Vorteile und Nachteile?

Ein Dressursattel mit einer flachen Sitzfläche ist vorne und hinten eher flach geschnitten. Er zeichnet sich durch eine größere Bewegungsfreiheit aus.

Mit einer flachen Sitzfläche kann man beispielsweise leichter die Hüfte verschieben. Zudem kann der Reiter seinen Sitz leichter anpassen und zum ausgleichen auch mal etwas weiter vorne oder hinten sitzen.

Vorteile
  • Grosse Bewegungsfreiheit
  • Sitz leicht anpassbar
  • Einfacher zum ausgleichen
Nachteile
  • Muss Sitzposition selber finden
  • Weniger Halt
  • Reiter muss sich ausbalancieren

Im Gegensatz zum Dressursattel mit tiefem Sitz bringt der Flachsitzer den Reiter nicht automatisch in eine vorgegebene Position. Daher muss sich der Reiter selbst ausbalancieren und den richtigen Sitz finden.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Dressursättel vergleichen und bewerten

Nachfolgend werden wir dir zeigen, anhand welcher Aspekte du verschiedene Dressursättel miteinander vergleichen kannst um deine Entscheidung zu treffen.

Die Kriterien, die du für einen Vergleich von Dressursättel heranziehen kannst, umfassen:

  • Sitzgröße
  • Kammerweite
  • Pauschen
  • Material
  • Farbe

In den kommenden Absätzen erklären wir dir, worauf es bei den einzelnen Kriterien ankommt.

Sitzgröße

Der Sattel muss nicht nur dem Pferd gut passen, sondern auch für den Reiter. Dabei spielt die Sitzgröße eine wichtige Rolle.

Ist die Sitzfläche zu groß für den Reiter, hat er zu wenig Halt. Ist sie aber zu klein, wird der Reiter eingeengt und kann die Bewegungen nicht ausgleichen.

Die Sitzgrösse wird normalerweise in Zoll angegeben. Einige Hersteller verwenden aber andere Angaben oder messen unterschiedlich. Daher solltest du den Sattel vor dem Kauf unbedingt probesitzen.

Bei den meisten Herstellern sind die Standardmaße zwischen 16,5 und 18 Zoll. Nachfolgend haben wir dir eine Tabelle mit den Größenangaben eingefügt, damit du dir einen Überblick schaffen kannst.

Sitzgröße Auflagefläche des Sattels Kleidergröße Damen Kleidergröße Herren
16,5″ 42 cm 36 44
17″ 43 cm 38 46
17,5″ 44 cm 40 48
18″ 46 cm 42 50

Für Kinder empfiehlt sich ein Sattel mit einer Sitzgröße zwischen 15 und 16 Zoll.

Kammerweite

Die Kammerweite bezeichnet den Abstand zwischen den beiden Enden des Kopfeisens. Sie bestimmt, wie breit der Sattel ist und und wie die Winkelung ist. Die Standardgrößen der meisten Hersteller liegen zwischen 26 bis 36 cm.

Du kannst die passende Kammerweite für dein Pferd entweder von einem Sattler messen lassen, oder du bastelst dir eine eigene Schablone.

Nimm dazu einen weichen Draht und lege diesen auf den Widerrist. Forme den Draht an die Form des Pferdes an, danach zeichnest du die entstandene Schablone auf ein Blatt Papier ab.

So kannst du dann die Kammerweite messen, oder du kannst die Schablone auch ausschneiden und bei verschiedenen Sättel hinhalten.

Hat dein Pferd einen hohen oder eher schmalen Widerrist, brauchst du eine geringere Kammerweite. Für Pferde mit einem ausgeprägten Widerrist hingegen empfiehlt sich eine weitere Kammerweite.

Die Kammerweite lässt sich bei einigen Sättel auch anpassen und verstellen, in dem das Kopfeisen ausgewechselt wird.

Pauschen

Die Pauschen sind je nach Sattel unterschiedlich stark ausgeprägt und positioniert. Sie sollen das Knie des Reiters stützen und die gewünschte Sitzhaltung fördern.

Beim Dressursattel ist dies das lange, gestreckte Bein und der aufrechte Sitz.

Was für eine Form die Pauschen haben sollen ist vor allem Geschmackssache. Daher ist es erneut sehr wichtig, dass du den Dressursattel vor dem Kauf probesitzen kannst.

Für Reiter mit kräftigen Oberschenkel sind meistens Sättel mit wenig oder kurzen Pauschen angenehmer, da sie das Bein nicht blockieren. Reiter mit schlanken Beinen hingegen bevorzugen eher Sättel mit etwas mehr Pauschen, damit sie genug Halt haben.

Dressursättel mit flachen Sitz haben in der Regel eher stark ausgeprägte Pauschen, während solche mit flachem Sitz weniger stark ausgeprägte Pauschen haben.

Einige Hersteller bieten Sättel mit Klettpauschen an. Diese kannst du leicht abnehmen und austauschen. Zudem können Pauschen auch angepasst werden.

Material

Klassischerweise bestehen Dressursättel aus Leder oder Kunstleder. Ein guter Sattel aus Leder gilt als sehr hochwertig und langlebig. Allerdings musst du das Leder auch regelmäßig pflegen, damit es nicht brüchig wird.

Dressursättel werden aus Leder oder Kunstleder hergestellt. (Bildquelle: 123rf.com / 34850445)

Der Sattelbaum kann aus Holz, Stahlfeder oder Kunststoff bestehen. Das Material hat eine Auswirkung auf Gewicht, Belastbarkeit und Anpassungsmöglichkeit vom Sattel.

Ein Holzbaum ist starr und lässt sich nur schwer anpassen. Ein Stahlfederbaum ist flexibler und auch sehr langlebig.

Allerdings lässt sich auch hier die Kammerweite nur schwer verändern. Kunststoffbäume passen sich gut an die Bewegung des Pferdes an. Sie können sich jedoch bei Hitze verbiegen.

Farbe

Da die meisten Dressursättel aus Leder bestehen, umfassen die angebotenen Farben vor allem Lederfarben, wie zum Beispiel schwarz, hellbraun, dunkelbraun oder cognac. Dabei können auch verschiedene Lederfarben kombiniert werden.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um den Dressursattel

Wie lege ich den Dressursattel richtig an?

  • Prüfe zu Beginn, ob die Steigbügel hochgezogen sind und der Gurt über dem Sattel liegt.
  • Lege in einem ersten Schritt den Sattel mit der Schabracke oder dem Sattelpad zusammen auf den Rücken des Pferdes. Platziere den Sattel dabei etwas vor dem Widerrist.
  • Falls die Satteldecke nicht am Sattel befestigt ist, kannst du sie zuerst auf den Rücken legen und danach den Sattel darauf legen.
  • Schiebe den Sattel und die Satteldecke zusammen nach hinten, bis der Sattel an der tiefsten Stelle auf dem Rücken liegt.
  • Prüfe, ob der Sattel an der richtigen Position sitzt. Es sollten mindestens zwei Fingerbreit zwischen dem Schulterblatt des Pferdes und der Vorderkante der Pauschen Platz haben.
  • Gehe auf die andere Seite des Pferdes und nimm den Sattelgurt herunter. Zwischen dem Sattelgurt und dem Vorderbein sollte ungefähr eine Handbreite Platz sein.
  • Sitzt der Sattel richtig, gehe zurück auf die linke Seite und schließe den Sattelgurt erst locker.
  • Führe dein Pferd einige Schritte, danach ziehst du den Sattelgurt nach. Stelle unbedingt sicher, dass du vor dem Aufsteigen nachgegurtet hast, da sonst der Sattel rutschen kann.
  • Den Gurt solltest du genug fest ziehen, es sollten aber noch zwei Finger Platz zwischen dem Bauch und dem Gurt haben.
  • Reite einige Minuten im Schritt und überprüfe den Gurt erneut. Ziehe ihn falls nötig nochmals nach.

Wir haben dir an dieser Stelle ein Video eingefügt, damit du dir besser vorstellen kannst, wie man ein Pferd richtig sattelt.

Welcher Sattelgurt passt zum Dressursattel?

Zu einem Dressursattel passt ein Kurzgurt, um den Sattel am Pferd zu befestigen. Ein Kurzgurt wird benötigt, damit die Schnallen des Gurtes den Reiter nicht drücken und stören.

Bei einem normalen Gurt liegen die Schnallen des Gurtes unter dem Oberschenkel des Reiters. Da man aber im Dressursattel ein langes Bein hat, ist dies unangenehm und kann dem Reiter weh tun.

Daher wird ein Kurzgurt benötigt, um dieses Problem zu vermeiden.

Ein Dressursattel hat passende, lange Gurtstrippen, damit ein Kurzgurt befestigt werden kann.

Welche Steigbügellänge brauche ich bei einem Dressursattel?

Die richtige Steigbügellänge ist sehr individuell. Die Steigbügel sollten so eingestellt sein, dass du einen guten, stabilen Sitz hast und du locker auf dem Pferd sitzen kannst. Für den Dressursitz sollten deine Schultern, dein Becken und dein Absatz eine Linie bilden.

Um die für dich richtige Länge herauszufinden, kannst du dich neben dein gesatteltes Pferd stellen und deine Fingerspitzen an das Bügelschloss des Steigbügels legen.

Den Steigbügelriemen stellst du nun so ein, dass der Steigbügel bei gestrecktem Arm unter der Achsel liegt.

Du kannst dich auch in den Sattel setzen und die Beine locker hängen lassen. Die Steigbügel sollten nun etwa auf der Höhe deines Knöchels enden.

Wie pflege ich den Dressursattel?

Bei einem Dressursattel aus Leder ist die Pflege sehr wichtig, damit das Leder nicht brüchig wird und langlebig bleibt. Dazu sollte ein Dressursattel regelmäßig gereinigt und eingefettet werden.

Für die Sattelpflege brauchst du Sattelseife, Wasser, Lederfett, ein Schwamm und ein Tuch. Lege den Sattel für die Reinigung und Pflege am besten auf einen Sattelbock.

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NEWS ❌ Leo´s Sattel hat sich gesetzt und liegt nicht mehr ganz optimal im Schwerpunkt. 🙈Ziel ist es, dass ein Sattel immer in Waage, also gleichmäßig auf dem Rück aufliegt. ♥️Bei Leo ist der Sattel momentan hinten zu tief und müsste minimal angehoben werden damit er wieder optimal liegt, dafür werden die Sattelpolster etwas mehr aufgefüllt. 🙃Bis unsere Sattlerin kommt reite erstmal mit einem Keilpad. 💪🏻Dies ist ein Gelpad welches hinten erhöht ist und somit den Sattel so viel anhebt, dass er richtig liegt. 🙂👌🏻Übergangsweise ist das okay. Langfristig möchte ich natürlich, dass Leos Sattel ohne kleine Hilfsmittel optimal liegt. Reitet ihr auch mit einem Pad⁉️Wofür benutzt ihr es⁉️Oder reitet ihr ganz ohne Pad⁉️ Sattel: Corona II @g.passier #passier #passier_ambassador #sattel #dressursattel #dressur #dressage #dressurpferd #dressagehorse #eskadron #eskadronplatinum #schabracke #herzenspferd #pferdeoutfit #equestrianstyle #equestrianfashion #pferdefreunde_post #instaredponys #lookatmyhorse #pferdeliebe #soulhorse #horsephotography #instahorse #pferdeblog #pferdeblogger #equestrians

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Beginne zuerst mit der Reinigung des Sattels. Befeuchte dazu den Schwamm mit Sattelseife und etwas Wasser und reinige damit das Leder auf der Sitzfläche und der Ober- und Unterseite der Sattelblätter. Drehe danach den Sattel um und putze die Unterseite des Sattels.

Nachdem du den Sattel gereinigt hast, kannst du mit dem trockenen Tuch den Sattel abwischen und trocknen.

Zum Schluss kannst du deinen Dressursattel noch mit Lederfett oder sonstigem Lederpflegemittel pflegen. Dazu kannst du ein Schwamm, Tuch oder auch einen Pinsel nehmen.

Trage das Lederfett in einer dünnen Schicht auf den trockenen Sattel auf, damit es gut einziehen kann.

Achte darauf, dass du deinen Dressursattel in einem trockenen und gut durchlüfteten Raum lagerst. Am besten hängst du ihn an einem Sattelhalter auf.

Feuchtigkeit kann bei Leder zu Schimmelbildung führen. Zudem solltest du direkte Sonneneinstrahlung vermeiden, da das Leder sonst verblassen kann.

Weiterführende Quellen: Quellen und interessante Links

[1] https://www.tipps-zum-pferd.de/kaufberatung-einen-passenden-sattel-kaufen_tipp_13.html

[2] https://www.tipps-zum-pferd.de/sattel-checkliste-pferd_tipp_317.html

[3] https://www.equiva.com/blog/produkte/ausruestung-tipps/sattelpflege-tipps-und-tricks

Bildquelle: 123rf.com / 59216538

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